SpiegelBlog

Kritische Betrachtungen zu Spiegel und SpiegelOnline

In eigener Sache

Verfasst von spiegelreview am 6. Mai, 2008

Herzlich willkommen auf SpiegelReview!

SpiegelReview hat sich zur Aufgabe gemacht ein offenes Forum für alle darzustellen, die mit der Berichterstattung des Spiegel nicht immer einverstanden sind.

Wie der Spiegel hat auch Spiegel Online einen hervorragenden Ruf sowohl als objektiv berichtendes Medium, als auch als sehr umfassend informierende Nachrichtenquelle.

So landet Spiegel Online bei der jährlichen Verleihung des auch als “Medien-Oscars” bezeichneten LeadAwards regelmäßig auf den vorderen Plätzen. Bei einer ebenfalls Jährlich von der LeadAcademy durchgeührten Befragung bei der sich über 1.000 Top-Entscheider aus Medien, Werbung und Industrie mittels Fragebogen beteiligen, wird die Frage „Was ware Ihrer Meinung nach die wichtigste und bestgemachte deutschen Zeitschrift des Jahres ?“ seit 2003 jedes Jahr aufs neue von den meisten Befragten mit “Der Spiegel” beantwortet.

Anläßlich der Verleihung eines der wichtigsten deutschen Internetpreise, des Grimme Online Awards 2005 sagte Jury-Mitglied Prof. Christoph Neuberger das der mit dem zum ersten Mal verliehenen Spezialpreis des GRIMME ONLINE AWARD ausgezeichnete “Spiegel-online, das zweifelsfrei wichtigste journalistische Online-Angebot in Deutschland…” (ist).

In der Begründung der Jury heißt es dann auch lobend:

“SPIEGEL ONLINE hat die Jury aus verschiedenen Gründen überzeugt: Es ist ein journalistisches Angebot, das das Niveau der klassischen Medien insbesondere wegen der vielen Autorenbeiträge erreicht hat. Auch bei ungewöhnlich großer Breite und Tiefe bleibt das Angebot kohärent und stets bemerkenswert aktuell an der Nachrichtenlage.”

Auch bemerkten die Preisrichter anerkennend:

“SPIEGEL ONLINE ist ein Leitangebot, an dem kein publizistisches Onlineangebot in Deutschland vorbei kommt.”

Viele Personen in meinem Bekanntenkreis, mich eingeschlossen, informieren sich sich schon seit Jahren mehr übers Internet als über klassische Printmedien. Die Aussage SPON als “Leitangebot” kann ich mit dieser, zugegebenermaßen nicht repräsentativen, Umfrage bestätigen.

Die Gläubigkeit an Spiegel Online als Leitmedium bringt niemand besser auf den Punkt als Tommy Jaud in seinem Buch “Millionär”. Der Hauptakteur Simon Peters ist davon besessen, jeden Tag mit dem Blick in Spiegel Online zu beginnen.

Ich ziehe die speckige Tastatur zu mir und und tippe wie jeden Morgen spiegel.de in die Adresszeile des Browsers. Ja, ich bin spiegel.de-süchtig. Vielleicht liegt es ja daran, dass ich den kompletten 11. September 2001 im Phantasialand Brühl verbracht und mich dann am Abend gewundert habe dass ich mir als Einziger am Abend im Kino “die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug” angeschaut habe.Seit diesem schrecklichen Tag habe ich ständig die Angst, dass gerade irgendwas schreckliches passiert und ich nichts erfahre davon: das ich mein Altpapier zum Container trage, während gerade das sicherste Atomkraftwerk Deutschlands in die Luft geflogen ist oder dass ich mir gerade eine komplette Staffel Stromberg anschaue, während die US-Armee Lichtenstein besetzt…

Die meisten Spiegel Online Leser gehören wohl nicht zu einer solch radikalen Sorte. Allerdings vermittelt der hervorragende Ruf des Magazins dem Leser das Gefühl, durch Spiegel und Spiegel Online “richtig” informiert zu werden. Also umfassend und im Großen und Ganzen die Realität korrekt wiedergebend.

Wie kommt es zu einem solchen Anspruch. Bei Spiegel Online arbeiten, wie Julia Bönisch in Ihrem Buch “Meinungsführer oder Populärmedium?: Das journalistische Profil von Spiegel Online” schreibt, 38 Redakteure, zwei Volontäre, zwei Bildredakteure und zehn Techniker in einem Großraumbüro in der Hamburger Ost-West-Straße an Spiegel Online. Im Berliner Spiegel-Büro arbeiten fünf weitere Online-Redakteure, die die Bundespolitik betreuen, sowie vier Journalisten für das englischsprachige Angebot.

Es wundert daher nicht, wenn detaillierte Recherche häufig nicht, oder nur sehr oberflächlich, stattfinden kann. Ein kritisches Hinterfragen von Agenturmeldungen scheint ebenfalls häufig nicht möglich zu sein.

Beispiele für diese Aussagen sollen in nächster Zeit hier publiziert und zur Diskussion gestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen,

SpiegelReview

Eine Antwort zu “In eigener Sache”

  1. spiegelreview sagt:

    @ Mueller #69

    uch Kritik an ihrem Vorgehen wird bei Klimalounge Zensiert. Ich habe heute 2 Beiträge eingestellt:

    Zensur

    Sehr geehrte Redaktion,
    können Sie mir bitte erklären, warum dieser Bereich ab jetzt zensiert wird? Bisher hatte ich mich sehr darüber gefreut, dass hier eine fachliche, sachliche und ausgewogene Diskussion stattfinden konnte.
    Dass in Diskussionen auch Meinungen vertreten werden, die nicht unbedingt mit der eigenen konform sind, sollte doch gerade unter Wissenschaftlern als Bereicherung angesehen werden.
    Diese, für mich selbstverständliche Gesprächskultur, scheint hier nicht mehr gepflegt zu werden.
    Und, liebe Redaktion, erklären Sie mir bitte warum meine folgende Aussage als “unsachlich” zensiert wurde:

    Dass die wissenschaftliche Wahrheitsfindung mit Hilfe einer wie auch immer gearteten Wette bereichert (?) werden soll grenzt schon an eine Farce.
    Was wollen Sie mit dieser Wette eigentlich erreichen? Soll demonstriert werden, dass trotz des viel beschworenen Konsens noch eine „Diskussion“ stattfindet? Oder fürchten Sie gerade, dass durch diese abweichlerischen Meinungen ebendieses Bild der allgemein akzeptierten Wahrheit (Mensch verursacht globale Erwärmung) in der öffentlichen Wahrnehmung wanken könnte?
    Vielleicht wollten Keelysight et. al und auch Wood durch die “Anpassung” ihrer Modelle Zeit gewinnen, wo doch die globale Erwärmung momentan eine „Pause“ eingelegt zu haben scheint?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Rainer Hohn

    Zensur 2

    - Wir sehen nicht, was Ihre erneute Berufung auf Miller zum Thema beiträgt. Danke für Ihr Verständnis.
    Die Redaktion -

    Was sind denn bei Ihnen die Kriterien, nach denen entschieden wird, was “zum Thema Beiträgt”?

    Mit dieser sehr pauschalen Aussage lassen sich etwa 90% der Beiträge hier zensieren. Eine sicherlich von allen(?) gewollte, lebhafte Diskussion wird so jedenfalls nicht zustande kommen.

    Mit freundlchen Grüßen,

    Rainer Hohn

    Der erste wurde komentarlos gelöscht, der zweite stark beschnitten (Hier)

    Und hier die Stellungnahme der Redaktion:

    Punkt 1: Auch eine als Frage formulierte Unterstellung bleibt eine Unterstellung. Zumal Herr Rahmstorf die “Frage” im Beitrag ausführlich beantwortet hat.
    Punkt 2: Die Kriterien, nach denen Beiträge moderiert werden, legt die Redaktion fest.
    Die Redaktion

    Auf die bisherige Form der “lebhaften Diskussion”, wie Sie es nennen, können wir sehr gut verzichten.
    Die Redaktion

    Das hatte ich natürlich völlig vergessen. Sämtliche Fakten sind ja (Rahmstorf) “im Prinzip seit den 80er Jahren bekannt”. Da brauchen wir natürlich keine weitern Diskussion mehr, vor allem wenn darin abweichende Meinungen vorkommen…

Eine Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>